Kurze Historie des ehemaligen Grenzkontrollpunktes Dreilinden:

Wer heute über die A 115 von Süden nach Berlin fährt, der sieht ein Gewerbegelände mit der Aufschrift Europarc Dreilinden - aber hinter dem melodischen Namen Dreilinden verbirgt sich eine dramatische Vergangenheit. Denn dieser ehemalige Grenzkontrollpunkt war früher die DDR-Grenzübergangsstelle GUSt Dreilinden-Drewitz und der alliierte Grenz-Kontrollpunkt Checkpoint Bravo. Die Geschichte dieses Ortes geht weiter in die Zeit zurück: hier verkehrte im 19. Jahrhundert die Eisenbahn Berlin-Potsdam, die 1945 eingestellt wurde. An den Eisenbahnverkehr erinnert noch eine Brücke über die ehemalige Autobahn. Diese seit 1940 dem Verkehr übergebene Autobahn ist auch heute noch als "AVUS"-Zubringer bekannt. In DDR-Zeiten verlief hier der Großteil des Transitverkehrs.

Wer früher den Grenzkontrollpunkt Dreilinden passiert hatte, bekam noch den Anblick eines russischen Panzers zu Gesicht - angeblich der erste Panzer, der 1945 Berlin erreicht hatte. Nach der Wende nahmen ihn die sowjetischen Truppen wieder mit. Aber einige Berliner Gewitzte stellten auf den leeren Platz ein rosa gestrichenes DDR-Erntefahrzeug - zur ewigen Erinnerung. Eine Schallschutzwand behindert heute die Sicht, aber für einige Sekunden kann man auch heute noch dieses "Monument" im Vorbeifahren sehen.